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30.6.2007 // Zur Person

Biografisches

Jahrgang 1941, Studium der Kulturwissenschaften, verheiratet, drei Söhne.

Am Zentralinstitut für Jugendforschung in Leipzig habe ich mich von 1967 – 1980 mit Jugendkulturen, mit den Chancen und Merkwürdigkeiten von Fernsehen, Rundfunk und neuen Medien beschäftigt. Diese Forschungen haben mich auch an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED und bei einer Gastdozentur an der Humboldt-Universität begleitet.

1986 wurde ich Rektor der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam Babelsberg, meine bisher aufregendste Phase wissenschaftlicher Entdeckungen und zugleich Ort künstlerischer Auseinandersetzung mit jungen provokanten Filmemachern.

Darüber hinaus war mir eine Verantwortung in nationalen und internationalen Gremien der Film- und Medienwissenschaften, der Rundfunk- und Fernsehproduktion (Schatzmeister von CILECT 1986 – 1990, Mitglied des Verwaltungsrates des ORB 1991 - 2005) wichtig.

Mit Begründung der PDS ging ich aktiv in die Politik und engagierte mich seit 1990 im Brandenburger Landtag, langjährig als Fraktionsvorsitzender der PDS in Brandenburg.

Für die Arbeit als Parteivorsitzender der PDS, dann der Linkspartei, habe ich immer von den brandenburgischen Wurzeln profitiert. Vom 18. September 2005 bis zum 2. Juli 2009 war ich Bundestagstabgeordneter. Als medienpolitischer Sprecher meiner Fraktion, als Abgeordneter aus Ostbrandenburg setzte ich mich dafür ein, dass strukturschwache Regionen eine Chance haben, dass Bildung, Kulturaustausch und die Förderung der regionalen Wirtschaft als Stärken begriffen werden. Mehr politische Mitbestimmung ist dafür immer wichtiger.

Am 16. Juni 2007 wurde die Partei DIE LINKE gegründet. Nach einem zweijährigen Parteibildungsprozess, haben die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) und die Linkspartei.PDS ein gemeinsames Parteiprojekt aus der Taufe gehoben. Als Vorsitzender der neuen LINKEN, gemeinsam mit Oskar Lafontaine, setze ich mich dafür ein, dass die neue LINKE sich bundesweit verankert, europäisch denkt und vor Ort eine Ansprechpartnerin für soziale Fragen, demokratische Mitbestimmung und friedliches Zusammenleben ist. Mit dem zweiten Kongress der Partei der Europäischen Linken in Prag, der im November 2007 stattfand, wurde ich zum Vorsitzenden der EL gewählt. Meine Verantwortung gilt hier insbesondere einer Parteientwicklung, die west- und osteuropäische Erfahrungen linker Politik verbindet. In den Europawahlen 2009 bin ich für DIE LINKE als Spitzenkandidat angetreten. Ende Juni 2009 wählte mich die konföderale GUE/NGL-Fraktion zu ihrem Vorsitzenden.


Buchtipp: So viele Träume, Berlin 2004


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